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Jürgens Tipp. Nur vom Feinsten.
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Neu im Regal. |
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John Hiatt "The Open Road“
Es gibt von John Hiatt eigentlich seit seinem 87er “Bring The Family” keinen Totalausfall, aber er macht
immer wieder Alben die einen total begeistern und sich so anhören, als wär’s das Erste. Was könnte er, wenn er wollte, seine Songs auf Hochglanz polieren, doch seit er wiederum alles selbst in
die Hand nimmt klingt es so wie hier und jetzt. Seine unverkennbare Stimme ist mehr denn je die Melange
einer rostigen Mundharmonika mit einem leicht verstimmten Alto, aber sie passt hervorragend zu seinen
Skizzierungen von dem Leben da draußen, die das das Leben ein wenig schildern wie ein Hobo mit dem
Blick in den Rückspiegel ohne dabei die Sicht nach vorn zu verlieren, so wie im Titelsong, ein Rocker in
bester Hiatt Tradition mit schepperndem Schlagwerk und schneidigen Gitarren. Ebenfalls mit viel Grip für
den Asphalt sorgen „Haulin“ mit dem ach so vertrauten „Tennessee Plates“-Feeling, der Song „Go Down
Swingin“ würde sogar Dylan gut zu Gesicht stehen und „Like A Freight Train“ und „My Baby“ ersetzen
gleich ganze Alben so mancher Pseudo - Blueser. Das flockige im Cash Gewand daherkommende „Homeland“ ist von der Bitterness eines Warren Zevon
nicht weit entfernt, versöhnlich stimmt letztendlich doch die Melodie. Mit Neuerwerb Doug Lancio hat Hiatt wiederum ein gutes Gespür für seine Gitarrenhexer bewiesen und
der kommt doch irgendwie direkter auf den Punkt als Dickinson und mit mehr Ideen als zuletzt Landreth,
anyway, es reicht für die ein oder andere Diskussion am Tresen. John wird wieder nicht das Radio bekommen was ihm zustände, aber vielleicht wird so manch ein Song
irgendwann wie so oft zuvor mit einem anderen Namen geschmückt, dann auch mit Airplay und zumindest
leicht erhöhtem Kontostand. Noch ein Tipp am Rande, den Titelsong gibt’s auch echt unplugged eingespielt für Nashville’s Independent
Radio auf YOUTUBE, noch Fragen?
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| Tonträger: |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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14,95 Euro (New West Records / Blue Rose)
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Lee Harvey Osmond "A Quiet Evil“
Sollte man in der Dunkelheit von Tom Wilson nach dem rechten Weg gefragt werden, man könnte schnell
meinen selbst auf dem falschen zu sein, doch eigentlich ist er weder quiet noch evil, vor allem ist er ruhelos. Neben seinen künstlerischen Aktivitäten als Maler, war er zuletzt einer der drei Köpfe der Formation Blackie
And Rodeo Kings, doch auch da passierte ihm zu wenig, also gab es flux ein neues Produkt mit diesem
voller Ironie steckenden Namen. Mit dem Mörder JFK’s scheint er ähnlich schlimme Dinge zu verbinden wie
mit den Osmonds, einer 70er Teenieformation. Was böse Erinnerungen doch für gutes bewirken kann, kann man hier hautnah erfahren. Die Nackenhaare stellen sich wohlig aufrecht wie beim Opener „The Love One“ mit seiner geheimnisvollen
Pedal Steel wie auch wehklagenden Blues-Harp nebst Wilson’s geheimnisvoll schleichenden Vocals die quiet
and evil inhaltlich vereinen, ebenso wie bei „Blade Of Grass“ welches mit gekonnt psychedelischen 70er-
Guitar-Loops und einem wunderschönen elektrischen Piano auf des Grashalms Schneide tänzelt, hier ist
weniger wirklich mehr, perfekt umgesetzter Minimalismus. Margo Timmins, die Sängerin der Cowboy Junkies, gibt ihre Zweitstimme bei „I’m Going To Stay That Way“
und „Angels In The Wilderness zum besten, einfach großartig. Bei „Chuckoo’s Nest“ gibt es ein Wiederhören
mit dem alten Kinder-Reim „One flew east and flew west….“ in einem neuen Kontext und unverbrauchtem
Jazz-Flair, beim folgenden „Queen Bee“ mit einem wunderschönen Dobro-Solo von Rodeoking Colin Linden
könnte man meinen, dass Johnny Cash sich doch irgendwann mal mit J.J.Cale getroffen hätte, genau dort
liegt auch schon die große Kunst dieses Werkes, laszive Coolness wäre wohl die beste Umschreibung dafür,
ohne jegliche Kompression großartig von Michael Timmins produziert. Mit dem Velvet Underground Cover
„I Can’t Stand It“ gibt’s dann noch das große Finale, nicht mehr zum Aushalten….replay! Tom Wilson entführt irgendwie in eine andere Welt, auf jeden Fall heraus aus dem vielleicht etwas verkrusteten
Americana-Genre. Eines der besten Alben in diesem Jahr.
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| Tonträger: |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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| Preis: |
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16,95 Euro (Latent Recordings / Import)
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Gesucht und gefunden...
Wer jetzt seinen alten Plattenspieler wieder aktiviert oder sich gleich ein neues Schmuckstück gegönnt hat,
möchte natürlich seinen alten Helden Tribut zollen und grad die auf den Teller legen, doch das gestaltete sich
schwierig wenn es z.B. um die Alben von The Smiths ging, nur gebraucht in meist mäßigen bis schlechten
Zustand zu kriegen und dann noch teuer. Jetzt gibt es sie wieder und zwar das Debüt noch schlicht ohne Titel
nebst „Meat Is Murder“ und „Queen Is Dead“ plus „Strangeways, Here We Come“ und das alles auf feinstem
180g Vinyl und neuem Cutting.
Bei den Scheiben von Oasis war es ähnlich, da wechselten die Teile wirklich zu teils horrenden Preisen ihre
Besitzer. Jetzt sind alle Studiowerke nebst der tollen B-Seiten Collection „Masterplan“ wieder am Start. Auch
gepresst in bester Qualität jeweils mit einem Beiblatt ausgestattet, welches neue Linernotes zu dem jeweiligen
Album enthält.
Der gute Freddy und seine Queen-Werke kommen ebenfalls neuen Auflagen zu Ehren. Doch hier wurde geklotzt
mit einer tollen Cover Qualität, jede Scheibe kommt in einer aufwendigen Klarsicht-Steckhülle daher und bekam
ein neues spezielles Vinyl Mastering. Die LP’s haben eine großartige Pressqualität die ihresgleichen sucht, ein
Rillengeräusch ist quasi nicht vorhanden. Bis auf die Alben „Jazz“ und „The Game“ sowie „Miracle“ nebst den Live
Scheiben ist alles wieder verfügbar.
Auch die ersten Alben der großartigen Roxy Music sind wieder im Regal, auch hier in hochwertiger Aufmachung,
jedem Album wurde noch ein großes Poster mit dem jeweiligen Cover-Artwork hinzu gefügt, dass wäre doch früher
glatt an der Wand gelandet. Das Debüt ohne Titel sowie „For Your Pleasure“, „Stranded“ und „Country Life” sind ab
sofort im Regal.
Die Veröffentlichungspolitik alter Klassiker kommt doch schneller in Bewegung als gedacht, es bleibt ein
spannender Markt!
Queen LP's je 16,95 Euro (EMI)
Roxy Music LP's je 17,95 Euro (EMI) The Smiths LP's je 18,95 Euro (Rhino/Warner) Oasis DLP's je 19,95 Euro (Big Brother/Indigo)
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David Grissom "10,000 Feet“
Es ist an der Zeit einem Gitarristen die Ehre zu erweisen, die ihm seit langem gebührt. Seit einigen Jahren könnte man seinen Gitarren-Licks hinterher laufen, der vollblütige Sound seiner PRS
(Paul Reed Smith) macht einfach süchtig, ob beim Texaner Joe Ely, wo er blutjung aufspielen konnte wie
ein Altprofi oder seiner letzten Band Storyville, die über den Insiderstatus leider nicht herauskamen, obwohl
mit der Rhythm-Section von Stevie Ray Vaughan’s Double Trouble bedient und sogar einer Major-Company
im Rücken löste sich diese Formation leider auf. Die Studio und Live Jobs von Herr Grissom müssen jetzt
hier nicht komplett aufgezählt werden, doch ob bei John Mayall, Robben Ford, John Mellencamp oder Buddy
Guy, oder wie zuletzt auf Tour mit den Dixie Chicks und als Gast bei den Allman Brothers, immer war er
buchstäblich das Salz in der Suppe. Ganz groß auch waren seine Grooves und Licks bei dem hier ebenfalls
weniger bekannten James McMurtry, dem Lou Reed des Country-Folk.
Auf seinem 2.Soloalbum dürfte er eigentlich jeden glücklich stimmen, der in der oben genannten Liga zuhause
ist, Ohrwürmer gibt es satt und mit „Keep A Rollin’ On“ nebst dem Titelsong samt „Gone And Lonesome“ gleich
drei Riffmonster, wo die Luftgitarre zu zucken beginnt. Es gibt auch noch den Mainstream der angenehmen Sorte, seinen Erfahrungen zufolge noch Färbungen von
Country und Bluegrass und drei Blues-Instrumentals mit Double Trouble Chris Layton, die Drums bei den
Rockern treibt der unermüdliche Kenny Aronoff voran. Stets sind aber seine Gitarrenkünste der rote Faden des
Geschehens und kommen ohne endloses Gedudel und 1000fach gehörtes aus und seine weiche, aber nicht
nuancenarme Stimme hat viel Seele und fügt sich in das alles angenehm hinein.
Das hier ist eigentlich der ideale Reisebegleiter für die Straßen die sobald nicht enden wollen, wie das Cover
schon erahnen lässt. Hier zählt das „Keep A Rollin’ On“ Motto und es wäre schön, den David da draußen mal
irgendwann zu treffen.
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| Tonträger: |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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| Preis: |
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14,95 Euro (Wide Lode Records / Import)
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Faces "A Nod Is As Good As A Wink…To A Blind Horse”
Der gute Roddy , hier war seine Stimme nebst Frisur noch ne’ Einheit, man hatte sich noch nicht als
Dean Martin an die Lounges der Welt verkauft und lieber mit den Kumpels einen gebechert, Songs aus
dem Leben zum Besten gegeben und den Atlantik noch nicht überschritten, tja, und der schlacksige Ron
war hier noch so richtig gut drauf, würde er heute diese Klampfe mit dem Sound neben Onkel Keith spielen,
der würde ihm glatt den Stecker aus dem Amp ziehen, und dann die Geschichten mit den Mädels die seine
Töchter…, ist ja doch seine Sache, ja und der Kenny hatte noch nicht den Schatten vom Moon über sich
und seit diesem Trommelabenteuer bei den Who ist eigentlich nicht mehr so viel passiert, den Ian hat’s ja
schon geraume Zeit ins Ami-Land verschlagen, ist auch wärmer dort in Nashville und Umgebung und die
Americana Scene weiß seinen Tasten-Groove zum Glück zu schätzen. Der Ronnie hat uns ja leider viel zu
früh verlassen, von seinem Ausstieg aus diesem Business hinein ins musikalische Wanderzirkus- Leben
konnte man doch irgendwie den Hut ziehen, auch wenn’s geldtechnisch in die Hose ging.
Ja und jetzt liegt ihr bestes Album auf schwerem RTI Vinyl auf dem Plattendreher und klingt so homogen und
warm aus den Rillen, dass man sich fragt, was die Tontechniker in 38 Jahren bei einigen Neuproduktionen so
dazu gelernt haben. Rod Stewart, Ron Wood, Kenny Jones neben Ian McLagan und Ronnie Lane hatten hier
in GB nach den 60’s noch ihre große Zeit, schließlich gab es nebenbei auch noch Stewart’s großartige
Solowerke. Auf dieser Scheibe gibt’s nur gute und sehr gute Songs. Ronnie Lane’s „Debris“ ist nun mal
unsterblich und „Stay With Me“ eine der besten Riff-Rocker dieser Era. Wer nicht das Glück hat noch die deutsche oder britische Erstpressung im Regal zu haben, sollte sich das hier
nicht entgehen lassen, selbstverständlich mit dem grünen Warnerlabel und dem Superposter, und lass die
Burschen bloß ihre Reunion wieder unter den Tisch kehren, aber die Hoffnung stirbt ja schließlich nie.
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| Tonträger: |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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| Preis: |
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180g LP 19,95 Euro (Rhino - Warner) |
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Van Morrison "Moondance"
Das ist doch immer das gleiche Problem mit den sogenannten Inselplatten, wie viel dürfen es sein bitte?
Bei zehn an der Zahl gibt’s generell ein großes Problem, also dann doch lieber Dreißig und diese
Scheibe ist an Bord. Geburtsjahr dieser Unverzichtbaren war das Jahr 1970, ein Jahr in dem musikalische Aufbruchstimmung
an der Tagesordnung war und Mr. Morrison nach seinem vielgerühmten „Astral Weeks“ sich die Messlatte
in fast nicht erreichbare Höhe selbst gelegt hatte. So kam es wie es nicht besser kommen konnte, der Weg zu einfacheren, aber unglaublichen Songs für
die Ewigkeit. Besser als mit „Stoned Me“ kann ein Album nicht beginnen, ein Titel der sich ins Gehirn
gräbt mit einer Melange aus R&B, Country und Rock gefolgt vom jazzigen Titelsong mit allein dessen
Tantiemen Morrison gut durchs Leben gekommen wäre. Mit dem leicht gospeligen „Crazy Love“ und den ländlichen Titeln „Caravan“ sowie „Into The Mystic“
schließt eine der kurzweiligsten aller Plattenseiten. Das die Rede hier speziell von der schwarzen Scheibe ist hat den Anlass, dass es dieses Werk jetzt neu
gemastert von Hoffman & Gray auf feinstem RTI - Vinyl gibt und einige Fragen aufkommen lässt, was bei
aktuellen Aufnahmen heutzutage so alles verbrochen wird. Allein die Klangfarben und Räumlichkeit haben diese Platte in das Licht gerückt, wo sie es verdient, die
CD kann nach einem Vergleich jedenfalls komplett entsorgt werden. Am Rande sei noch erwähnt, dass die kleine Fabel männlicher Gaben von Vans damaliger Flamme wieder
mitgeliefert wird, dank Klappcover welches es seit ewigen Zeiten nicht mehr gab. Hätte es ohne Janet
Planet wohl diese überirdischen Melodien gegeben?
Ebenfalls lieferbar in dieser Serie: "Astral Week" & "His Band And The Street Choir"
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| Tonträger: |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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| Preis: |
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180g LP 21,95 Euro (Warner) |
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Charley Musselwhite’s South Side Band "Stand Back!"
Die Zeit ist an dieser Stelle gekommen, um mal auf ein großartiges Reissue aufmerksam zu machen,
Musselwhite’s Erste, eine der schönsten Bluesscheiben schlechthin. Es war eigentlich der Höhepunkt der Hippiebewegung, als Mitte der 60er der Boom der weißen
Bluesmusik aufkeimte wie mit John Mayall, Canned Heat, Fleetwood Mac oder der Butterfield Blues Band.
Auch wenn die Plattenfirma seinen Vornamen falsch schrieb, sei’s drum, machte der am Mississippi geborene
Charlie mit grad mal 22 Lenzen zusammen mit Barry Goldberg and der Orgel, Gitarrist Harvey Mandel und der
Rhythmus Section Bob Anderson am Bass und Drummer Fred Below sein großartiges Debüt. Diese Scheibe
mit ihren 12 Songs ist ein rundum kurzweiliges Vergnügen, was vielleicht auch daran liegt, dass die Hälfte aus
Instrumentals besteht wie dem voller Groove steckenden „Cha Cha The Blues“ oder dem melancholischen
„Christo Redemptor“ sowie dem großartigen Finale „Sad Day“, einer Goldberg Komposition mit einem
gefühlvollem Wechselspiel von Orgel und Harp. Mit den gesungenen Titeln hat Musselwhite ebenso wenig
Probleme, doch sein Harp - Spiel ist der Kernpunkt der Sache. Hervorzuheben ist noch die schneidige Gitarre von Harvey Mandel, die viel Pfeffer in das ganze
Geschehen bringt. Ein großer Dank gebührt dem Pure Pleasure Label, dass seinem Namen mal wieder alle Ehre macht.
Im Vergleich meines Originals klingt das Reissue etwas seidiger und tonal ausgeglichener, warum
allerdings Schlagwerker Fred Below auf Seite 2 von der linken auf die rechte Seite wechselt (für die Zeit
typisch starke Kanaltrennung) bleibt offen, die Pressung selbst ist mit der Note 1 zu beziffern. Jetzt gilt es erneut diese Scheibe zu entdecken, auch oder grad für diejenigen, die sonst mit Blues nix
am Hut haben.
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| Tonträger: |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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| Preis: |
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180g LP 22,95 Euro (Pure Pleasure / Speakers Corner) |
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John Hiatt "Same Old Man"
Eigentlich ist ein neues Hiatt Album immer heiß erwartet, obwohl mich seine letzten Werke nicht
mehr so durchweg überzeugen konnten, lag es an den Songs oder an den Produktionen, man weiß
es manchmal nicht. In seiner Schaffenslaufbahn hatte John sich halt mit Inselalben wie „Bring The
Family“ und „Slow Turning“ sowie „Walk On“ die Messlatte mal selbst sehr hoch gesteckt und
eigentlich sind sie alle unvergänglich.
Jetzt gibt es eine neues Album mit einem selbstironischen Titel und John und alles wieder ins rechte
Lot gebracht. Es beginnt wieder mit guten Songs und endet mit einem tollen Sound, obwohl Hiatt
diesmal sich im eigenen Studio selbst dafür verantwortlich zeigte. Alle diese Songs sind wieder stark
vom Country - Folk geprägt, da liegt auch Hiatts wirkliche Kraft. Vor allem sind hier wieder die ach so
begehrten Ohrwürmer gut vertreten mit Songs wie „Love You Again“ mit einer schönen Zweitstimme
von Tochter Lily und zwei herrlich klingender akustischer Gitarren direkt gefolgt von „On With You“ mit
einer starken National - Steel oder dem gut gelaunten Vintage Song „What Love Can Do“ erneut mit
Töchterlein. Von der ungeschliffenen Art der Produktion her geht es eigentlich wieder in Richtung „Bring
The Family“, jedoch ohne dessen Darkness zu tragen, doch seiner ländlichen Atmosphere wegen
werden auch starke Erinnerungen an „Slow Turning“ wach, obwohl die Raffinesse dort eine ganz andere
war. John scheint irgendwie mit sich wieder ins Reine gekommen zu sein, denn mit „Two Hearts“ ist hier einer
seiner besten Up - Tempo Songs seit langem vertreten und mit dem Finalsong „Let’s Give This Love A Try“
gibt’s dann noch richtig einen unter die Haut, so ein Slowy gab es lang nicht mehr von ihm, Luther
Dickinson spielt dazu eine wunderschöne Mandoline, Patrick O’Hearns Bass schnarrt sonor und Kenneth
Blevins Drums scheppern voller Groove. Das eine oder andere Mal schaut Meister Bob um die Ecke, aber
das ist nun auch nicht weiter tragisch.
Das dieses Werk seit dem 90er „Stolen Moments“ auch wieder auf Vinyl erscheint dürfte eigentlich nicht
verwundern und den Cut dafür besorgte sogar Mastermind Kevin Gray von AcousTech, give the People
what they want, yeah!
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| Tonträger: |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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| Preis: |
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180g LP 18,95 Euro / CD 14,95 Euro / CD+DVD 17,95 Euro (New West / Blue Rose) |
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Die LP schlägt zurück...
Musste sich vor Jahren der LP Freund noch über Bonustracks auf CD’s ärgern, so kommt jetzt
Freude auf über den Vinyl Bonus. Meistro Van Morrison spendiert auf seiner neuen DLP „Keep
It Simple“ eine Seite Songs seiner aktuellen 2008 - Tour, beim aktuellen Ray Davies Album
„Woking Man’s Cafe“ gibt es einen drei Song Bonus, die Black Crowes legen beim Album
„Warpaint“ eine 7“ Single dazu und bei der neuen B52’s „Funplex“ Scheibe gibt es die CD
komplett mit Hülle gleich dazu. Bei dem neuen Werk der Punkband No Use For A Name
„The Feel Good Record“ kauft man die LP mit CD sogar ohne Mehrkosten, hier kommt schon
fast das Gefühl der CD - Deklassierung auf. Das mit der CD - Belage zur LP ist zur Zeit beim Verbraucher gern gesehen, so sah das auch
vor einiger Zeit schon Steve Albini mit seinem Shellac Produkt, da klapperte als erstes in der
LP - Box die CD herum und das noch ohne Hinweis - Aufkleber. Doch noch öfter gibt es zur
Vinyl - Scheibe den Download Code, damit ist es ganz legal möglich ohne Mehrkosten das
Album auf den MP3 Player zu bannen, auch dadurch kommt man hin und wieder an Bonus-
material heran. Die Band R.E.M. legen ihrer schicken Live Box das ganze auf DVD mit dazu
und die neue Elvis Costello „Momofuko“ gibt es erstmal sogar nur auf Vinyl, mit Download Code,
versteht sich.
So bleibt der Markt spannend und seien wir doch mal ehrlich, wer noch oder wieder einen guten
Plattenspieler daheim in Betrieb hat wäre doch schön blöd, da nicht zur guten alten Platte zu
greifen, die hört man sowieso mit mehr Muße und sich für’s Musikhören mal wieder Zeit zu
nehmen und nicht wie vielfach heute als Fastfood zu konsumieren, das wäre doch was, oder???
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Drive - By Truckers "Brighter Than Creation’s Dark"
Das Leben ist doch nicht so schwarz wie es so oft zitiert wird, bei den DBT kommt doch
immer wieder Licht ins Dunkel, treffender kann ein Albumtitel für Lebensweisheiten dieser
Band nicht ausfallen. Es geht um Frust in der Kleinstadt, Typen die es nie schaffen und
welche, die doch noch immer die Kurve kriegen, allen Booze and Drugs zum Trotz, nicht
aufgeben heißt die Parole. Der ganze Schmutz und Dreck mit Verzweifelung und Hoffnung bestimmt auch mit die Musik,
Southern Rock ohne die Flagge zu hissen, eine perfekter Extrakt aus frühen Lynyrd Skynyrd,
Faces, Neil Young, siebziger Stones mit einer Prise Replacements. Irgendwelche Songs
hervorzuheben ist nicht drin, hier fließt alles zu einer Einheit zusammen, Rockncountryblues
at his best in seiner ehrlichsten Art, ganz groß. Es ist bereits das siebte Album dieser Band aus dem Norden Alabamas, doch der
Bekanntheitsgrad liegt hier bei uns noch im dunklen verborgenden des unüberschaubaren
Marktes, dagegen sind sie in den USA schon bei allen Polls allgegenwärtig, dem
unermüdlichen Leader Patterson Hood macht sich die Kraft des Durchhaltens endlich bezahlt,
die Überholspur ist lang erklommen. Doch mal ehrlich unter uns, dass so ein oder andere „best kept secret“ hat doch immer was,
oder?
Hier noch eine wichtige Randbemerkung, alle CD’s bis auf das Live Album der DBT sind ab
sofort auch auf 180 gr. schweren Vinyl erhältlich, gepresst in der Edelschmiede von RTI und
die tollen Cartoon Cover kommen endlich voll zur Geltung. Bei den von der Spielzeit her
längeren Alben wurden drei Seiten verwendet, somit erreichte man eine normale LP - Norm
mit guter Dynamic. (LP 18,95 / DLP 19,95 Euro)
Leider kommt das aktuelle Werk als DLP entgegen aller Planung erst zu einem späteren
Zeitpunkt, doch gute Scheiben darf man auch doppelt haben.
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| Tonträger: |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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| Preis: |
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DLP 20,95 / CD 15,50 Euro (New West / Blue Rose) |
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Neue Vinyl - Boxen
Das wäre noch vor ein paar Jahren undenkbar gewesen mit Mehrfach LP’s in den Musikring
zu steigen und das noch in Zeiten wo man meinen könnte, dass Musik immer mehr zum
Fastfood auf Handys und ähnlichen Gerätschaften verkommt, als auf Anlagen im heimischen
Wohnzimmer präsent zu sein. Doch zum Glück gibt’s immer noch eine Gegenbewegung und
die zielt eindeutig auf Qualität. Da das Auge irgendwie auch mithört, könnte man bei der Box der Traveling Wilburys sofort
meinen. In leinengebundener Aufmachung kommt sie daher, die beiden LP’s in Original Covern
plus einer Mini LP mit unveröffentlichen Titeln, garniert mit Karten, Poster und großem Booklet.
Tadellos gepresste 180g. RTI Platten und mit einem großartigen Mastering von Kevin Gray, der
zusammen mit Steve Hoffman schon einiges veredelte.
Auch Eric Clapton beschert uns zum Jahresausklang mit einer 4 - LP Box mit dem schlichten
Titel „Complete Clapton“ wobei man complete hier nicht wörtlich nehmen sollte, aber es ist die
erste labelübergreifende Zusammenstellung der Firmen Universal und Warner und umfasst
chronologisch von 1968 bis 2006 seinen musikalischen Werdegang der bekanntesten Titel. Stan Ricker ist da so eine anderer Spezi für diese wertigen Tonträger und benutzte das
Half- Speed Master Verfahren, wo er beim Cale / Clapton Album schon Großes mit erreichte. Das alles ist hier ebenfalls sehr wertig in einer Hardbox in schicken Schubern untergebracht,
da kommt die parallel erschienene CD wirklich kümmerlich daher. RTI Pressung. Das bei der Band Queen immer noch was zu holen ist, dürfte angesichts von Hendrix
Veröffentlichungen niemanden verwundern, doch „Rock Montreal“ dürfte ihr bestes Live Album
bislang sein, ebenfalls Hardbox plus 3 top gepresster Vinyle, ebenfalls wurde hier vom Half -
Speed Verfahren Gebrauch gemacht.
Das neue und erste Live-Album von R.E.M., aufegnommen 2005, gibt es jetzt via USA Import
in einer schicken Schuber-Box mit drei LP's sowie der DVD.
Traveling Wilburys "Collection" 72,95 Euro (Rhino / Warner) Eric Clapton "Complete Clapton" 57,95 Euro (Warner) US-Import Queen "Rock Montreal" 36,95 Euro (EMI)
R.E.M. "R.E.M. Live" 42,95 Euro (Warner) US-Import |
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The Dynamics "Version Excursion"
Eigentlich ist dieses eine typische Sommerveröffentlichung, doch eine Aufhellung in diesen
trüben Tagen kann eigentlich nicht schaden. Diese Reggae Truppe aus dem französischen
Lyon haben schon mit ihren Singles die internationale Clubszene auf Trab gebracht, obwohl
es wahrlich nicht neu ist, Klassiker der populären Musik in diesem Stil zu covern. Doch hier bei den Dynamics klingt das völlig relax und unverbraucht, ob „Seven Nation Army“
von den White Stripes oder „Feel like Making Love“ von Roberta Flack, dieser Mix aus
Rocksteady, Soul und Reggae zündet wie ein trockenes Streichholz. Weitere Highlights
sind Mayfield’s „Move On Up“ und Hancock’s „Rock It“ sowie Booker T's Instrumental "Green
Onions (LP Bonus Track) und es gehört eine gehörige Portion Mut dazu sich an „Whole Lotta
Love“ zu trauen, doch in diesen neu aufflammenden Led Zeppelin Zeiten kommt es punktgenau,
dieses hier macht süchtig, Spaßfaktor pur, die nächste Party ist gerettet. |
| Tonträger: |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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| Preis: |
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DLP 17,95 Euro / CD 16,95 Euro (Groove Attack) |
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Betty Lavette "The Scene Of The Crime"
Mit dem Soul und dem R&B wird heute viel Etikettenschwindel getrieben, eine Menge Sternchen die sich da so mit recht wenig Charisma und noch mehr ex und hopp auf dem Musikmarkt tummeln. Doch hier kommt Bettye mit ihren 62 Lenzen und zeigt, dass es auch anders geht. Schon ihr letztes Werk „I’ve Got My Own Hell To Raise“ brachte einem
den Schweiss auf die Stirn und da gibt es hier noch einen drauf. Damit keine Missverständnisse
aukommen, hier geht’s nicht um Schönsingsang, hier gibt es ein Roughmix aus Etta James,
Janis Joplin und vielleicht der frühen Tina Turner vereint mit einer der coolsten Rockcombos
unserer Zeit, den Drive By Truckers. In einem der dienstältesten, den Fame Studios in Muscle Shoals / Alabama wurde
das Album direkt und unverfälscht und Mitwirkung von David Hood und Spooner Oldham
aufgenommen. Bettye singt sich die Seele aus dem Leib, die Felle der Drums atmen, dass
wunderschöne Wurlitzer Piano treibt einem die Wärme ums Herz und die Gitarren Licks
blitzen nur so auf. Ein großes Stück zeitlose Musik, nach Mavis Staples und Joe Henry
das nächste große Ding vom sympathischen Anti - Label, weiter so.
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| Tonträger: |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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16,95 Euro (Anti / SPV) |
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Mavis Staples "We'll Never Turn Back"
Diese Stimmen sind göttlicher Natur, was anderes fällt einem nach den ersten Minuten von “Down In Mississippi” nicht ein und wer jemals in seinem Leben irgendwas mit Soul am Hut hatte, sollte dieses hier verstehen. Doch wieder einmal hatte Ry Cooder hier seine goldenen Finger im Spiel und obwohl er kein Flinke - Finger ist wie viele seiner Kollegen, jeder Ton hat Herzblut, alles klingt spontan und nach Session, da gebührt auch Drummer Jim Keltner und seinem unvergleichlichen Groove besonderes Lob. Seit seinem packenden Slide auf „Sister Morphine“ vom Rolling Stones Klassiker „Sticky Fingers“ hat er nichts von seinem Reiz verloren. Doch die Leaderin im Ring bleibt Mavis , ihre ganze Power ist allgegenwärtig und obwohl man dieser Musik nur das Gehör schenkt, irgendwie taucht alles bildlich vor einem auf, ist zum Greifen nah. Man muss nichts mit Kirche, Rebellion und Auflehnung zu tun haben, um Tracks wie “My Own Eyes“ zu verstehen und den gewaltigen Stimmen von Mavis samt dem Chor von Ladysmith und den Freedom Singers vollends ausgeliefert zu sein. Vater Pops wäre stolz auf seine Tochter, sollte diese Musik ihn noch im Himmel erreichen, doch Mavis wird es schon wissen, ganz sicher.
Randbemerkung: Besonders gute Aufnahmequalität / leider kein Vinyl. |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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audioph. 180g LP 19,95 Euro / CD 16,95 Euro (Anti / SPV) |
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Blackie And The Rodeo Kings "Let's Frolic Again"
Mal wieder eine CD hören, wo Spielfreude nur so aus den Speakern quillt, die Roots
allgegenwärtig sind, trotzdem alles frisch und unverbraucht klingt, die Erde mal kein
Jammertal ist und die Genre - Schubladen einmal zu bleiben, doch das gibt’s noch.
Hört doch mal Colin Linden, Stephen Fearing und Tom Wilson beim musizieren zu
und ihr wisst, was gemeint ist.
Kanada hatte schon immer einen starken musikalischen Nährboden, den auch diese
Boys geraume Zeit erfolgreich beackern.
In den legendären Bearsville Studios bei Woodstock wuchsen mit ihren langjährigen
Rhythmsection John Dymond und Gary Craig 29 Titel aus einem gelungen Mix aus Eigen-
und Fremdkompositionen ans Tageslicht.
Den ersten Teil "Let's Frolic" gab's im letzten Jahr, den Zweiten "Let's Frolic Again" mit
seinen überwiegend bei Nacht gewachsenen Songs here and now.
Hier findet sich so ein Track wie „Old Hotel“ mit einem wunderschönen Accordion von
Garth Hudson (jawohl, der von Dylans „The Band“) und mehrstimmigen Vocals, zum
Erweichen schön oder „Down By The Henry Moore“ mit Wilsons Sandpapierstimme
und Colins eleganter Dobro, so etwas konnte unser guter Roddy Stewart auch mal,
dann ein schöne Coverversion von Chris Whitley’s „Poison Girl“ sowie munteren Bluegrass
Boogie im Opener „Better Off Alive“ und Dave Edmunds mitsamt seinen Rockpile wären
auf „Ole Slewfoot“ stolz gewesen und wer bei Fearings Riffrocker „How Long“ noch die
80er Beschränkung auf der Autobahn einhält, dürfte einen Motorschaden haben.
Über diese tolle Band könnte man ne Menge schreiben, als ob die guten Alben mit ihren
wunderschönen Songs nicht schon genug wären.
Vom oft so zitierten hektischen Alltag runterkommen, eine Dosis Rodeokings bitte, Arzt
und Apotheker waren gestern.
Ab Mitte Juni zur Ernte freigegeben, from that moment on, let’s frolic again! |
| Tonträger: |
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VINYL CD DVD 12''VINYL 10"VINYL 7''VINYL |
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| Preis: |
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14,95 Euro (True North / Alive) |
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